Die Wärmepumpe ist das Heizsystem der Zukunft – doch funktionieren Ihre vorhandenen Heizkörper damit überhaupt? Wer einen Heizkörper für die Wärmepumpe sucht, muss auf Niedertemperatur-Tauglichkeit achten. In diesem Ratgeber erfahren Sie, worauf es bei der Planung ankommt und welche Heizkörper sich optimal eignen.
Warum braucht die Wärmepumpe spezielle Heizkörper?
Eine Wärmepumpe arbeitet am effizientesten mit niedrigen Vorlauftemperaturen zwischen 35 und 45 Grad Celsius. Zum Vergleich: Eine klassische Gas- oder Ölheizung liefert Vorlauftemperaturen von 55 bis 75 Grad. Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto höher ist der Wirkungsgrad (COP) der Wärmepumpe – und desto geringer sind Ihre Stromkosten.
Das Problem: Bei niedrigeren Temperaturen gibt jeder Heizkörper weniger Wärme ab. Ein Niedertemperatur Heizkörper muss daher über eine größere Heizfläche verfügen, um bei 35 bis 45 Grad Vorlauf die gleiche Raumtemperatur zu erreichen wie ein konventioneller Heizkörper bei 70 Grad.
Welche Heizkörper eignen sich für Wärmepumpen?
Grundsätzlich funktioniert jeder wasserführende Heizkörper auch mit einer Wärmepumpe. Entscheidend ist die Dimensionierung. Folgende Heizkörpertypen sind besonders geeignet:
Flachheizkörper Typ 22 und Typ 33
Flachheizkörper mit mehreren Heizplatten bieten eine große Oberfläche und eignen sich hervorragend für Niedertemperatursysteme. Unser Planheizkörper Typ 22 mit zwei Heizplatten und zwei Konvektionsblechen ist ein beliebter Allrounder. Für besonders hohe Anforderungen kann ein Typ 33 sinnvoll sein.
Doppellagige Paneelheizkörper
Paneelheizkörper in doppellagiger Ausführung vereinen große Heizfläche mit modernem Design. Der Demeter-V Vertikal und der Demeter H Horizontal sind doppellagig ausgeführt und bieten damit ausreichend Leistungsreserve für den Wärmepumpenbetrieb.
Heizkörper für Wärmepumpe dimensionieren
Die richtige Dimensionierung ist der Schlüssel zum effizienten Betrieb. Beachten Sie folgende Faustregeln:
- Bei 55/45/20 (Vorlauf/Rücklauf/Raumtemperatur): Die Heizkörper-Normleistung kann im Verhältnis 1:1 übernommen werden.
- Bei 45/35/20: Planen Sie etwa 50 % mehr Heizfläche ein als bei konventioneller Berechnung.
- Bei 35/28/20: Sie benötigen rund das Doppelte der Standardheizfläche.
In der Praxis bedeutet das: Wo bisher ein Heizkörper mit 1.000 Watt (bei 75/65/20) ausreichte, benötigen Sie bei einer Wärmepumpe mit 45/35/20 einen Heizkörper mit einer Normleistung von etwa 1.500 Watt.
Bestehende Heizkörper prüfen: Reicht die Leistung?
Bevor Sie alle Heizkörper austauschen, sollten Sie prüfen, ob die vorhandenen Modelle nicht bereits ausreichen. Oft sind Heizkörper in Altbauten großzügig dimensioniert und liefern auch bei niedrigeren Vorlauftemperaturen genug Wärme. Ein Heizungsfachmann kann eine raumweise Berechnung durchführen.
Typische Anzeichen, dass ein Heizkörper für die Wärmepumpe zu klein ist:
- Der Raum wird nicht mehr warm genug, obwohl der Heizkörper voll aufgedreht ist.
- Die Wärmepumpe läuft dauerhaft auf hoher Stufe und verbraucht viel Strom.
- Die Vorlauftemperatur muss auf über 50 Grad erhöht werden, damit es warm wird.
Tipps für die Umstellung auf eine Wärmepumpe
- Hydraulischen Abgleich durchführen: Stellen Sie sicher, dass alle Heizkörper gleichmäßig durchströmt werden.
- Thermostatventile erneuern: Moderne Thermostate regeln präziser und sparen Energie.
- Gebäudedämmung verbessern: Je besser die Dämmung, desto weniger Heizleistung wird benötigt.
- Heizkurve optimieren: Lassen Sie die Heizkurve der Wärmepumpe vom Fachmann einstellen.
- Einzelne Räume nachrüsten: Oft genügt es, nur in kritischen Räumen (Bad, Wohnzimmer) einen größeren Heizkörper zu installieren.
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In unserem Sortiment an Wohnraumheizkörpern finden Sie zahlreiche Modelle, die für den Betrieb mit einer Wärmepumpe bestens geeignet sind. Ob Planheizkörper Typ 22, doppellagige Paneelheizkörper oder Vertikalmodelle – wählen Sie den passenden Niedertemperatur Heizkörper für Ihr Zuhause und heizen Sie effizient mit Ihrer Wärmepumpe.